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Co-Habitation

Entwürfe und Statements für eine Architektur des Zusammen­lebens von Mensch, Flora und Fauna. 

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Kolbeinn Hugi: Animal Internet

Wäre „Animal Internet“ bereits heute Realität, könnte das Modellverfahren Mäusebunker auch auf Visionen und Diskursbeiträge von tierischen Stadtbewohner*innen zurückgreifen. 

 

Die Fiktion „Animal Internet“ des Künstlers Kolbeinn Hugi entwirft eine Zukunft, in der nicht nur Menschen, sondern auch Tiere aktive Entwickler und Nutzer des Internets sind. Die Vision gründet auf zookratischen Prinzipien: Neuronale Schnittstellen und die Vermittlung durch Künstliche Intelligenz ermöglichen Tieren die Teilhabe an den derzeit rein menschlichen Entscheidungsprozessen, die jedoch auch ihr Überleben und Wohlergehen bestimmen. Sie erhalten zudem ökonomische Handlungsmacht, die es ihnen erlaubt, Güter und Dienstleistungen mit anderen Spezies zu tauschen. Den Menschen eröffnet „Animal Internet“ die Möglichkeit, ihren anthropozentrischen Standpunkt zu überwinden und sich in andere Spezies einzufühlen, indem es deren Weltzugänge erfahrbar macht.

Bild der Ausstellungssituation, abgedunkelter Raum mit einer Projektion links, einem Screen mit Vogel-Bild rechts und aufgeschüttetem Sand
Die Arbeit Animal Internet stellt den Anthropozentrismus in Frage

Bild: dotgain © Cohabitation

Grafik von abstrakten Tieren und Thermobild von Erde
Tiere werden zu aktiven Entwicklern und Nutzern des Internets

Bild: dotgain © Cohabitation

Kolbeinn Hugi ist Musiker, Filmemacher und Künstler. Mit seinen Performances, Installationen und audiovisuellen Arbeiten entwickelt er spekulative Szenarien, in denen die Welt auch als eine andere vorstellbar wird. 

Animal Internet

Mixed media, 2021,  Entstanden im Rahmen der Ausstellung Cohabitation: Ein Manifest für Solidarität von Tieren und Menschen im Stadtraum von ARCH+, die vom 5. Juni – 4. Juli 2021 im silent green Kulturquartier zu sehen war.

 

Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers